Was sind toxische Daten?

Wenn wir betrachten, warum wir die Entgiftung unserer Daten durchführen sollten, können wir zwei Seiten unterscheiden, die von der Toxizität der Daten betroffen sind:
Der Sender der Daten und der Träger der Daten.
Wenn Sender und Träger der Daten dieselbe Person sind, ist die Möglichkeit Einfluss auf die Giftigkeit der Daten zu nehmen am größten.
Wenn Alice Daten über sich selbst veröffentlicht, können sich diese Daten als toxisch für sie erweisen.
Aus diesen Daten wird ein Profil von Alice erstellt werden und diese Daten werden verwendet, um Alice zu überwachen.
Wenn Sender und Träger der veröffentlichten Daten unterschiedliche Personen sind, wird es für den Träger der Daten schwieriger, Einfluss auf die Toxizität der veröffentlichten Daten zu nehmen. Dies liegt zum Teil daran, dass der Träger der Daten möglicherweise gar nicht weiß, dass Daten über ihn veröffentlicht wurden.
Wenn Alice Daten von Bob veröffentlicht, können diese Daten sowohl für Alice als auch für Bob toxisch sein.
Zunächst sind diese Daten für Bob toxisch, da Bob gar nicht wollte, dass diese Daten veröffentlicht wurden. Aus diesen Daten kann nun ein Profil von Bob erstellt werden.
Andererseits sind diese Daten, die Alice über Bob veröffentlicht hat, auch für Alice toxisch.
Sind es falsche Daten, die Alice veröffentlicht hat, wird es ihren Ruf als Datenlieferant schädigen.
Sind es Daten, von denen Bob nicht wollte, dass sie veröffentlicht werden, sind diese Daten insofern toxisch, als dass sie die Beziehung zwischen Alice und Bob schädigen.
Falsche Daten über sich selbst zu veröffentlichen, um ein falsches Profil über sich zu erstellen, ist ein Trugschluss.
Denn Datensammler erstellen aus allen Daten ein Profil. Ihnen ist es egal, ob die Daten korrekt oder falsch sind.
Bei Big Data in der Wirtschaft zählt nicht die Korrektheit der Daten, hier zählt allein die Menge der gesammelten Daten.
Die Toxizität von Daten hat noch eine dritte Seite: Die Datenmenge.
Sobald zu viele Daten auf einen Menschen einströmen, werden auch diese Daten toxisch.
Sind Daten in kleinen Mengen sinnvoll und hilfreich, so wirkt eine Flut von Daten sehr schnell toxisch.
Dabei ist es egal, ob die Datenflut aus einer Quelle kommt, z.B. zu viele Nachrichten aus dem Instant Messenger, oder ob eine große Anzahl Datenquellen (Mail, Twitter, Zeitung und Facebook) jeweils eine kleine Datenmenge liefern. Zuviel ist einfach sehr schnell zuviel.
Daher ist hier als Quintessenz zu sagen: Datensparsamkeit hilft gegen toxische Daten.
Darum gilt für das Data Detox immer: weniger Daten ist mehr.