Wir brauchen ein Opt-out aus dem Datensammelirrsinn in der realen Welt

Welche Möglichkeiten habe ich in der realen Welt zum data detoxing?
Diese Frage stelle ich mir seit einiger Zeit im Zusammenhang mit dem unsäglichen Datenhunger der Kundenkarten-Mafia.
Es ist ja mittlerweile fast egal wo ich einkaufen gehe, überall werde ich nach der einen oder anderen Kundenkarte gefragt:
“Payback?”
“DeutschlandCard?”
“GummibärchenClub?”
Nicht nur der abgrundtief traurige Mangel an kommunikativen Fähigkeiten schmerzt. Nein, auch die schiere Unausweichbarkeit der Frage ist nervtötend.
In der virtuellen Welt habe ich die Möglichkeit, mich von jedem störenden oder unpassenden Werbeangebot abzumelden.
Aber in der echten Welt bleibt mir dieser Ausweg verwehrt.
Klar, ich habe die Wahl diese Läden zu meiden und nur noch dort einzukaufen, wo sich diese schleichende Seuche der datenhungrigen Bedarfsoptimierer noch nicht durchgesetzt hat.
Nur darf das nicht der Weg sein.
Wenn uns in der virtuellen Welt ein Weg angeboten wird, ein Angebot auszuschlagen, dann muss uns diese Möglichkeit in der wirklichen Welt auch gegeben sein.
Und bis dahin schlage ich zivilen Ungehorsam vor: beugt euch nicht dem Diktat der Datenkraken!
Erleichtert euch und macht es diesen Datensammlern klar, dass es auch unglaublich nervt, ständig bedrängt zu werden eure Daten preiszugeben – für einen schlechten Preis auch noch 🙂
Marc-Uwe Kling hat das sehr schön in seinem Lied von der Verweigerung zusammengefasst.
Darum nochmal mein Aufruf:
Verweigert die Datenherausgabe um eure Privatsphäre zu schützen.

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